Schweizer Bio für Coop
Coop will seine Biobrote zukünftig zu 100 Prozent aus heimischem Getreide backen. Dafür muss die Anbaufläche laut Coop um 2.800 Hektar erweitert werden.
Mit dem eigenen Produktionsbetrieb Swissmill und Bio Suisse plant Coop, seine Bio-Brote bis 2027 vollständig auf Schweizer Getreide in Knospe-Bio-Qualität umzustellen. Um die notwendige Mehrproduktion von 10 600 Tonnen Bio-Weizen zu erreichen, müsse die Anbaufläche um rund 2 800 Hektar ausgebaut werden.
Der Ausbau von Schweizer Bio-Brotgetreide ist dabei eng mit der Fruchtfolge verbunden, da nicht jedes Jahr auf derselben Fläche Getreide angebaut werden kann. Daher steigt mit der Menge des Brotgetreides auch die Produktion anderer Kulturen wie Hafer, Hülsenfrüchte, Kartoffeln oder Ölsaaten. „Als verlässliche Partnerin der Schweizer Bio-Landwirtschaft engagieren wir uns langfristig dafür, nicht nur Brotgetreide abzunehmen, sondern auch Absatzmöglichkeiten und damit einen Markt für weitere Fruchtfolge-Kulturen zu schaffen“, teilt Coop mit.
Gemeinsam mit Bio Suisse hat der Schweizer Händler daher ein Projekt gestartet, das Absatzmöglichkeiten für diese Kulturen schaffen soll. So verwende die Bäckerei Panofina bereits Schweizer Bio-Sonnenblumenöl und treibe die Umstellung auf Schweizer Bio-Haferflocken voran. Zudem nehme man zusätzliche Mengen Schweizer Bio-Rübenzucker ab. Auch bei Hirseflocken sind laut Coop sind weitere Umstellungen geplant.
Das Biobrot-Projekt ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie von Coop. Es unterstreiche die Bedeutung Schweizer Rohstoffe für das Unternehmen: Importe sollen nur dort ergänzend eingesetzt werden, wo Schweizer Rohstoffe innerhalb der Fruchtfolge noch nicht in ausreichender Menge verfügbar sind. Damit will der Händler schrittweise neue Märkte für Schweizer Bio-Fruchtfolge-Kulturen schaffen und deren Anbau für landwirtschaftliche Betriebe attraktiver machen.
