FairBio besteht EmpCo-Check
Wenn Unternehmen nachhaltige Label nutzen wollen, müssen sie zukünftig unabhängig zertifiziert sein. Im Gegensatz zu vielen anderen Siegeln erfüllt das FairBio-Programm die geforderten EU-Vorgaben. Ein Rechtsgutachten der Kanzlei Meisterernst bestätigt die EmpCo-Konformität des FairBio-Siegels.
Das Interesse an nachhaltigen Produkten wächst weiter. Doch wie können Konsumentinnen und Konsumenten fundierte Entscheidungen treffen und den Siegeln auf Verpackungen wirklich vertrauen? Die EU will die Verbraucher zukünftig vor irreführenden Umweltaussagen und Nachhaltigkeitslabels besser schützen und hat dafür die Empowering Consumers Directive (EmpCo) erlassen. Die EU-Richtlinie soll mehr Klarheit in den zunehmend unübersichtlichen Siegeldschungel bringen und Greenwashing eindämmen.
Unternehmen dürfen Behauptungen wie fair oder nachhaltig nur noch dann verwenden, wenn sie diese auch belegen können. Damit werden seriöse Siegel zukünftig an Relevanz gewinnen. Die Richtlinie gilt ab 27. September 2026 für Unternehmen im EU-Binnenmarkt. Zu ihren wichtigsten Anforderungen für nachhaltige Siegel gehören:
- Unabhängige Überprüfung durch Dritte
- Objektive und transparente Kriterien
- Kompetente Prüf- und Zertifizierungsorganisationen
- Kontinuierliche Überwachung
EmpCo-Konformität im Detail
Das FairBio-Label ist seit 2018 als geschützte Wort-/Bildmarke eingetragen und als Nachhaltigkeitslabel anerkannt. Es stützt sich auf strenge Standards und eine unabhängige Kontrolle. Das Label steht für eine Zertifizierung von reinen Biobetriebe, die sich für faire Wirtschafts- und Handelsbeziehungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette einsetzen. Die Mitglieder engagieren zudem in zahlreichen ökologischen und sozialen Projekten für einen gesellschaftlichen Mehrwert von Bio.
Die FairBio-Zertifizierung ist transparent, fair und offen für alle Produzent:innen und Händler:innen, die bereit und in der Lage sind, diese Anforderungen zu erfüllen. FairBio hat darüber hinaus einen umfassenden Beschwerde- und Hinweisgebermechanismus eingerichtet, der strukturiert mit Beschwerden umgeht und dabei die Vertraulichkeit gewährleistet.
Die unabhängige Zertifizierungsstelle für FairBio ist die Gesellschaft für Ressourcenschutz. Sie ist akkreditiert nach ISO 17065, dem international führenden Qualitätsstandard für Produktzertifizierungssysteme.
Der FairBio Verein hat sich als Standardgeber die Einhaltung der neuen EU-Richtlinie und damit die EmpCo-Konformität des FairBio-Siegels nun mit einem juristischen Gutachten von der Münchner Kanzlei Meisterernst bestätigen lassen. Erneut auf dem Prüfstand stand FairBio auch für den Labelchecker der Christlichen Initiative Romero (CIR). Rund 80 Siegel wurden hier auf soziale und ökologische Standards sowie Glaubwürdigkeit überprüft. Das FairBio-Siegel zählte erneut zu den Testsiegern und zeigt damit, dass Transparenz kein Wettbewerbsnachteil ist, sondern Voraussetzung für glaubwürdige Nachhaltigkeit.
